Schlaflos in Seattle

2 Kommentare

Es ist inzwischen fast 12 und ich kann nach wie vor nicht schlafen. Das Rauschen der Heizung, welches mich zu Beginn noch an den sanften Wellengang eines Bächleins in einer blumenbedeckten Wiese erinnerte, mutet mir inzwischen mehr an wie ein Presslufthammer, der direkt an meine Schläfe angesetzt wurde und sich unaufhaltsam mit brutaler Gewalt immer tiefer in meinen Schädel bohrt. Aber ich schreibe ja morgen auch nur meine Leitungskur-Klausur, warum sollte ich davor auch schlafen?

Interessanter Weise kann ich mir nicht mal erklären, wieso ich nicht schlafen kann. Normalerweise hängt das damit zusammen, dass mich irgendetwas belastet oder beschäftigt. Wenn ich Nachts schlaflos daliege hat es immer einen Grund. Aber heute habe ich enorme Schwierigkeiten diesen Grund zu finden. Nicht, dass mich nicht genügend Dinge beschäftigen könnten, aber erstaunlicherweise tun sie das nicht. Und trotzdem kann ich nicht pennen. Verfickte Scheiße! Schlaftabletten hab ich natürlich auch keine mehr. Komisch, ich hatte neulich noch ne ganze Packung irgendwo rumliegen. Wo die wohl abgeblieben ist.. Habe ja die Theorie, dass in meinem Schrank ein schlafgestörter Alkoholiker haust, der damit Selbstmedikation betreibt. Auf was für abstrackte Ideen ich um diese Uhrzeit noch komme.

Aber zurück zum Thema. Ich stehe grade am Fenster, nur im Bademantel, wie in einer dieser typischen Filmszenen. Der Wind haucht mit scheiß kalt ins Gesicht, aber das stört mich inzwischen schon gar nicht mehr. Verdammt, was würde ich jetzt für eine Kippe geben. Wieso hab ich nur aufgehört, genau in diesem Moment würde das soooo cool aussehen! Falls mich wer beobachten würde. Was gar nicht mal so unwahrscheinlich ist, jetzt wo die bescheuerten Amis tatsächlich mit ihren dämlichen Drohnen über Deutschland fliegen dürfen. Jetzt wo die festgestellt haben, dass sie zu dumm sind um Piloten auszubilden rekrutieren sie offenbar fette Computerspielsuchtis die sowieso den ganzen Tag Flugsimulationsspiele zocken und bezahlen denen ein Schweinegeld dafür, dass sie das jetzt mit Kampfdrohnen machen. Ich gebe zu ich bin ein bisschen neidisch, leicht verdientes Geld.. Nur für den Fall, dass diese schwabbelärschigenEnglish: CBO Português: CBO McDonaldsuntermieter jetzt auf die Idee kommen mit ihren Kameras in mein Zimmer zu gucken zeige ich ihnen mal eben sporadisch den Mittelfinger.

Versteh sowieso nicht, warum wir uns so bei den Amis einschleimen, wir sollten uns besser mit den Chinesen verbünden. Abgesehen davon, dass der Dollar bald nichts mehr wert ist kriegen die Us-Soldaten ständig von einer Bande in Höhlen hausender Möchtegern-Chuck Norrisses auf die Fresse. Die Chinesen hingegen sind reich, bringen sich um statt uns mit ihren Problemen zu nerven und es gibt auch noch so viele von ihnen, dass wir einfach irgendeinen anderen an die Nähmaschine für unsere Markenschuhe setzen können. In China findet die Zukunft ab. Die machens richtig. Statt die USA mit Atomwaffen zu bekämpfen vögeln die sich einfach munter durchs Leben, bis sie genug sind um Amerika unter ihrer schieren Masse zu begraben. Ziemlich chillige Methode, Sex für die Weltherrschaft.

Wie bin ich jetzt bitte auf Sex gekommen?? Ich verwirre mich langsam selbst.. DDR Museum - SandmannWird Zeit dass ich dem Sandmann in die Eier trete und ihm seinen Beutel Wegweiser nach Drogen, Germany.abnehme. Mal ehrlich, wer glaubt dass da Sand drin ist? Der schmeißt ne Handvoll davon in das Gesicht eines Kindes und schon ist es ausgenockt. Jeder Trottel weiss, dass Sand nicht so eine Wirkung hat. Koks schon. Der Sandmann ist der wohl beliebteste Drogendealer der Welt. Und der einzige, der an Kinder verticken darf ohne dafür ins Gefängnis zu müssen.

Die großen Fragen der Zeit

1 Kommentar

Dieser Artikel bezieht sich lediglich auf die Westliche Welt, sog. 3. Welt Länder lasse ich hierbei außen vor.

Früher war die Welt noch von Bedeutung! Die Fragen, mit denen sich die Menschen auseinandersetzten waren von essentieller Bedeutung für das (Über-)Leben.Ertingen Dampfmaschine

Im Lauf der Zeit haben wir jedoch durch technologischen Fortschritt ein

System erschaffen, dass uns von all jeden Fragen erlöst. Niemand von uns muss den Hungertod sterben, wir alle kriegen eine gute medizinische Versorgung. Was früher den Tod bedeutet hätte lässt sich heute innerhalb einiger Tage wieder hinbiegen. Auf den ersten Blick eine echt tolle Sache, oder? Falsch! Unsere Leben sind so angenehm und in Watte verpackt, dass wir von den kleinsten Nichtigkeiten schon Depressionen entwickeln, die großen Fragen unserer Zeit sind Luxusprobleme! Nicht, dass es keine großen Fragen mehr geben würde, aber mit denen beschäftigt sich der kleine Mann im Grunde genommen nicht bzw eher selten.
Was sind also die großen Fragen unserer Zeit? Hier eine List:
Wie war ich?
Wo gibt es *Hier überteuerte Marke einsetzen* zu kaufen?

Ob mich das Mädchen von letzter Nacht süß findet?

Habe ich den selben Lebensstandard wie mein Nachbar?
Liebt sie mich wirklich?

Das sind die Fragen, die unser Leben bestimmen. Der Mensch wurde seiner Herausforderung beraubt, er muss nicht mehr um sein Überleben kämpfen. Aber statt sich zu freuen sucht er sich direkt die nächsten Probleme raus, denn was wäre das Leben ohne Probleme? Wie dumm und naiv wird doch sind. Die Menschen vorangegangener Generationen würden uns um solche Probleme beneiden. Natürlich ist das nicht tröstlich und wir nehmen unsere Probleme ja auch durchaus Ernst, nicht umsonst haben Statistiken zufolge ca 20% der Deutschen Bevölkerung Depressionen. Aber Depressionen sind ein Produkt unseres Wohlstandes. Demnach sind Menschen, denen es objektiv betrachtet am besten geht, am wahrscheinlichsten unglücklich und Depressiv. Paradox!

Ich frage mich, ob es das wert ist? Klar, wir alle wollen ein Leben im Wohlstand und die Medien reden uns oftmals ein, dass es nichts schöneres gibt. Aber andererseits liest man solche Zahlen, da fragt man sich doch schon was denn verkehrt ist mit uns, dass wir unglücklich sind weil es uns gut geht. Ich war ehrlich geschockt. Der gesamte Kapitalismus baut darauf auf, dass wir immer mehr wollen. Und wir wollen immer mehr, das steht außer Frage. Darum funktioniert Kapitalismus ja. Aber gleichzeitig steuert er uns in unseren seelischen Ruin. Eine funktionierende Gesellschaft im Austausch für unser Wohlbefinden? Ich will das nicht! Ich habe verfickt nochmal keine Lust, mein Leben damit zu verbringen zu irgendwelchen Ärzten zu rennen, nur damit es uns ermöglicht ist in einer Gesellschaft zusammen zu leben. So weit kommts noch.

Dieser Artikel ist möglicherweise nicht vollkommen durchdacht und in sich schlüssig, das waren bloß meine spontanen ersten Gedanken zu diesem Thema als ich zufällig die Zahlen entdeckt habe.

Viel mehr bleibt mir nicht zu sagen, außer dass mein nächster Blog-Eintrag wieder zum Thema Religion übergehen wird. An dieser Stelle schlage ich dann auch gleich mal eine Brücke dorthin, denn viele Menschen suchen eine Ausflucht aus den Alltagsfragen durch die Religion. Ob ich das “gut” bzw erstrebenswert finde oder nicht erfahrt ihr nächstes mal bei: nachtgespraech

PS:muahahaha ich klinge wie ein schlechter Show-Master.

Warum wir an Gott glauben wollen

12 Kommentare

Meinen vorangehenden Beitrag zu dieser Reihe beendete ich mit der Frage, warum Menschen nach wie vor an Gott glauben, obwohl dieser Gedanke doch scheinbar völlig irrsinnig ist.

Der naheliegendste Grund ist natürlich, dass wir(meistens) von Kindesbeinen an zur Religion erzogen wurden. Die meisten Kinder nehmen die Religionen ihrer Eltern an. Nicht, dass sie dabei eine Wahl gehabt hätten, die Eltern entscheiden einfach mal so, dass das Kind getauft werden soll. Es hat überhaupt keine Chance den Einflüssen der Kirche zu entkommen. Sind die Eltern religiös, so werden es auch deren Kinder. Nicht umsonst werden viele Menschen erst im Lauf der Zeit zu Atheisten, wenn sich das kritische Hinterfragen der Dinge bildet. Die Antwort “Das ist so, weil Gott es will” ist dabei für niemanden eine ehrlich zufrieden stellende Antwort. Sie wirft neue Fragen auf, anstatt die bereits gestellten zu beantworten. Warum will Gott das so? Was fällt diesem Gott überhaupt ein, sich in unser Leben einzumischen. Der Gott aller Religionen ist vergleichbar mit einem Überwachungsstaat. Gott hat überall seine Kameras, die jeden einzelnen von uns auf Schritt und Tritt überwachen. Das klingt doch viel eher nach DDR als nach der Vorstufe zum Paradies!
Mit einem derart macht- und kontrollsüchtigen Gott stelle ich es mir ziemlich schwierig vor mein Leben in irgendeiner Weise zu gestalten. Wie denn auch, bei all den Überwachungskameras? Und wenn wir nicht gehorchen, dann kommen wir in die Hölle. Das ist sowieso der größte Scheiß den ich je gehört habe. Der vollkommene Gott, an den wir alle glauben sollen, will UNS dafür bestrafen, dass ER bei unserer Schöpfung Mist gebaut hat? Auf so einen Scheiß kommen sonst nur die Amerikaner!

Die Erklärungen für dieses “göttliche” Rechtssystem sind selbstverständlich banaler Natur. Der Mensch sieht Mensch wo er nur kann. Man verwechselt z.B. den Schatten eines Baumes schon mal mit einem Menschen wenn man nur nebenbei hinschaut. Aber wie oft verwechselt man einen Menschen mit einem Baum? Nicht so oft würde ich meinen. Der Mensch neigt dazu, alles ihm Bekannte zu einem menschlichen Werk zu machen. Kein Wunder, dass auch die Eigenschaften Gottes an denen der Menschen orientiert sind. Ich bin mir sicher, ein anderes Gottesbild hätte sich nicht durchgesetzt, weil es den Menschen viel zu abstrakt gewesen wäre an etwas zu glauben, dass sie nicht verstehen können. Die heutigen Religionen hingegen bieten ihnen einfach gestrickte Verhaltensmuster Gottes. Und das beste ist, die muss man nicht mal unbedingt nachvollziehen können, weil das halt Gott ist, den muss man halt nicht immer verstehen. Ist doch super, oder?

Als Vergleich dient hier der Vater mit seinem Sohn. Der Vater wird von seinem Sohn, wie es halt so üblich ist, natürlich von oben bis unten ausgefragt. Am Anfang ist das natürlich einfach.
“Was ist das für ein Tier??”–>”Ein Hase”
Aber mit der Zeit werden die Fragen immer kniffliger
“Papa, wie viele Ameisen leben auf der Welt??”–>”Hmm.. puuuh.. 10000 Milliarden!”
Das ist schon eher eine Schätzung als tatsächliches Wissen. Weiter geht es dann vielleicht mit
“Papa, woher kommen die Babys??”
Hier wird dann schon eher zur Notlüge gegriffen, der Storch hat sie gebracht etc. Würden wir das allen Kindern vollkommen glaubhaft einreden und diesem Storch noch weitere Eigenschaften hinzuaddieren, so würden wir zweifelsohne eine Generation schaffen die einen Storch anbetet.
Nun kommt der Sohn irgendwann in ein Alter, indem er eventuell hinterfragt wer die ersten Menschen waren, weil ja irgendwo ein Anfang gewesen sein muss.
Wahrscheinlich wird der Vater dem Sohn nun nicht die Evolutionstheorie erklären, denn das wäre zweifelsohne zu kompliziert. Der Vater wird also auf etwas zurückgreifen, was ihm vertraut ist und ihn davor bewahrt eine komplizierte und tatsächliche Antwort zu geben, er wird auf Adam, Eva und Gott zurückgreifen. An dieser Stelle sollte deutlich werden, dass Gott und alles was dazugehört Kindern als fantasievolle Verständnishilfe dient, wie all die anderen Fabeln. Aber irgendwie schaffen wir es nicht, die Kinder rechtzeitig aufzuklären, dass das alles gar nicht so stimmt wie wir es gesagt haben. Die Kinder bleiben also bei ihrer absurden Vorstellung es würde einen Gott geben. Natürlich werden sie irgendwann, wie oben dargestellt, kritisch werden. Aber viele ignorieren die Stimmen der Vernunft, weil sie Angst haben in die Hölle zu kommen, oder sie bleiben aus Tradition gläubig. Die meisten werden Religion beibehalten, weil sie Menschen verbindet und ihnen Trost spendet. Dass Gott völlig unsinnig ist, wird zu diesem Zwecke mehr oder weniger bewusst ignoriert.
Der Glaube an Gott ist ja auch durchaus tröstlich. Er hilft vielen Menschen, die ansonsten verzweifeln würden, mit dem Leben zurecht zu kommen. Aber hat er deshalb eine Existenzberechtigung? Ist die Wahrheit nicht besser als falsche Hoffnung? Das wird der Inhalt meines nächsten Eintrags zu diesem Thema sein.

Wem wir dankbar sein sollten

Hinterlasse einen Kommentar

Warum Danken wir Gott? Ich nehme an, jeder kennt die Redewendung “Gottseidank”. Viele benutzen sie eher als Floskel, einfach weil ihnen auf die Schnelle nichts anderes einfällt. Viele andere meinen es ernst. Aber warum?

Die Antwort auf diese Frage liegt auf der Hand: Weil sie an Gott glauben. Interessant ist hierbei, wie sie Gottes Wirken je nach Bedarf auslegen. Wenn etwas nicht nach ihrer Vorstellung klappt, Gott ihnen also nicht geholfen hat, dann liegt das daran, dass Gott sich nicht in die Probleme der Menschen einmischt, weil er ihnen dann ihren freien Willen nimmt, oder weil die Probleme der Menschen einfach nicht wichtig genug sind. Wenn aber etwas so klappt wie es soll, dann danken diese Menschen Gott. Aber wofür? Er kann es doch gar nicht gewesen sein, er wollte uns schließlich unseren freien Willen lassen! Und die Alternative wäre ja, dass die Menschen sich die ungeheure Dreistigkeit herausnehmen sich über alle anderen Menschen zu stellen, weil Gott sich ihrer Probleme annahm. Beide Ergebnisse sind meiner Meinung nach nicht zufrieden stellend.

Die einzig mögliche Begründung wäre, dass Gott den betroffenen Menschen die Möglichkeit gab ihre Aufgabe zu meistern. Andererseits hat er sie ihnen aber auch gegeben, alles andere wäre also völlig ungerecht.
Und überhaupt, wieso sollten wir etwas derartig absurden wie einem Gott dankbar sein. Dankbarkeit gegenüber etwas, von dem wir nur annehmen, dass es ihn gibt. Aus diesem “wir” klammere ich mich an dieser Stelle ganz klar aus, ich halte die Existenz eines Gottes für falsch. Dazu später mehr.
Die Frage die sich nun stellt ist doch, wieso wir Gott unsere Dankbarkeit ausdrücken sollten. Die einzige Antwort darauf ist, weil er allwissend ist. Wenn wir ihm unsere Dankbarkeit zeigen, dann kriegt er es mit und ist zufrieden. Dadurch, dass er allwissend ist, ergibt sich jedoch ein Problem. Ein allwissender Gott kann unmöglich allmächtig sein, denn er könnte niemals anders handeln, als er es bereits vorausgesehen hat. Der allwissende Gott verliert somit seine Allmacht, er ist demnach gar nicht mehr in der Lage uns zu helfen. Bleibt also, dass Gott nur allwissend ist. In dem Fall brauchen wir wie gesagt nicht bei ihm bedanken. Wäre Gott andererseits nur allmächtig, wüsste er gar nicht, dass wir seine Hilfe brauchen bzw., er wüsste nicht ob sein Eingreifen uns wirklich hilft und er würde es von Anfang an lassen. Auch in diesem Fall bräuchten wir ihm nicht zu danken. Es gibt somit absolut keine Form eines Gottes, der gegenüber wir zu Dank verpflichtet wären.

Die daraus entstehende Frage wäre: Wem sollten wir dann dankbar sein? Uns selbst? Das wäre ja ausgesprochener Schwachsinn, wir hätten demnach ja schließlich bloß das beste für uns selbst getan. Wir können aber auch nicht unbedingt anderen Personen danken, schließlich wissen wir nicht immer genau, wer alles auf die Geschehnisse gewirkt hat.
Die nächste logische Instanz wäre der Zufall. Aber hier ergeben sich 2 Probleme:
1. Wenn etwas zufällig geschieht, dann bedeutet dies, dass die Wahrscheinlichkeit für genau dieses Ergebnis nicht sicher war. Wir hätten also absolut keinen Grund für etwas dankbar zu sein, das, je nach Anzahl von Endmöglichkeiten viel wahrscheinlicher anders hätte enden können. Der Zufall ist bekanntermaßen fair, somit hat er von unserer Dankbarkeit nichts.
2. Rein faktisch gesehen gibt es keinen Zufall. Es gibt lediglich Wahrscheinlichkeiten. Man müsste also betrachten, wie viele Endmöglichkeiten es bei der betreffenden Situation gab. Dann hätten wir zunächst mal einen Ausgangswert X. Um es zu verdeutlichen gehen wir davon aus, dass es 100 verschiedene Endmöglichkeiten gibt. X wäre also 1/100. Die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet unser gewünschtes Endergebnis herauskommt ist also sehr, sehr gering. Nun müssen wir aber noch andere Faktoren mit einbeziehen, nämlich die Umstände. Verschiedene Umstände wirken unterschiedlich auf die Wahrscheinlichkeit ein, sie können sie entweder erhöhen oder verringern. Betrachten wir alle Umstände, so können einige der Endmöglichkeiten ausgeschlossen werden. Würde es uns gelingen, alle Wahrscheinlichkeiten im Zusammenhang zu sehen, so würden sich alle Endmöglichkeiten bis auf eine ausschließen lassen, das was passiert ist musste also genau so passieren. Vom Ausgangswert 0 her war es also ausgesprochen unwahrscheinlich, dass irgendwann mal unser gewünschtes Ergebnis herauskommt. Betrachten wir jedoch die Zwischenschritte, so blieb gar nichts anderes übrig. Das ist, vereinfacht gesagt, das Prinzip der natürlichen Selektion, also Darwinismus bzw Evolution.
Aber sollten wir jetzt alle der Evolution dankbar sein? Das würde ja auch nichts bringen. Den Dank verstehen und ihn irgendeiner Bedeutung zuführen könnte schließlich bloß ein Wesen mit Verstand.

Dem ein oder anderen ist es vielleicht aufgefallen: Ich suche nicht ernsthaft nach einer anderen Redewendung, ich habe bloß der Verständlichkeit(und hoffentlich auch Unterhaltung) wegen ein derartiges Szenario durchgespielt. Ich will – an dieser Stelle – nicht Gott kritisieren, wohl aber die Tatsache, dass durch Formulierungen wie “Gottseidank” ein Glaube an etwas indoktriniert wird, was es wahrscheinlich nicht einmal gibt. “Political correctness” wird immer wichtiger, wir wollen unter gar keinen Umständen jemandem auf die Füße treten. Gleichzeitig werfen wir aber mit Formulierungen wie “Gottseidank” um uns und treten damit der Evolution und der Bildung ins Gesicht. Wie kommt es, dass wir wider besseren Wissens die Stimme der Vernunft ignorieren und uns für die Religion entscheiden? Mit dieser Fragestellung werde ich im nächsten Beitrag fortfahren.

Allein auf dem Gipfel

Hinterlasse einen Kommentar

stehe allein auf dem Berg, mein Atem wird zu Nebel/HDR from Berg, Tromsø, Norway
das Blut meiner Seele, tropft dein` Namen in den Schnee/
ich verbrenne, in der Kälte des Winters/..

das sind
schmerzen die die stärksten Tabletten nicht lindern/
die leiden sind nicht schlimm/
und die Verzweiflung wird verkling/
doch wir waren ein Herz und eine Seele,
du nahmst beides als du gingst/

Ältere Artikel

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 29 other followers